Bauen ohne Plastik

„Das ist ja revolutionär“ sagte der Bau-Interessent als ich ihm den Aufbau der Außenwand des ISOWOODHAUSES erklärte. Na ja, so würde ich das nicht unbedingt bezeichnen, aber etwas besonderes ist es schon – das so genannte „dampfdiffussionsoffene“ Bauen. Hierbei wird auf eine Plastikfolie als Dampfsperre in der Außenhülle verzichtet.

Der Bau-Interessent hatte sich extra Urlaub genommen und besuchte nun mit seiner Frau die Musterhauswelt. In Mülheim-Kärlich stehen etwa 30-40 Musterhäuser, quasi ein kleines Dorf als Fertighauswelt vor den Toren der Stadt Koblenz. Hier kann man sich zu den Öffnungszeiten mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr über die Bauarten der verschiedenen Anbieter informieren.

Das zukünftige Bauherrenpaar zog morgens los, um sich die verschiedenen Häuser anzusehen. Kurz vor 11 Uhr starteten die beiden ihre Tour bei mir – und am späten Nachmittag kamen sie noch einmal zurück ins ISOWOODHAUS. Sie erzählten, dass nicht alle Häuser geöffnet waren und dass sie bei einigen Häusern nicht einmal die Tageszeit (Guten Tag) erfahren hatten, weil die Verkäufer so beschäftigt waren, in ihrem Computer zu schauen oder sich rund um die Kaffeemaschine zu scharen.

Kaffee war ein gutes Stichwort und so haben wir uns noch zu einer Tasse zusammen gesetzt: Sie erzählten, dass die meisten Häuser, in denen sie beraten wurden, mit einer s. g. Dampfsperre gebaut werden. Diese Dampfsperre in Form einer Folie aus Plastik soll die hinter ihr liegenden Bauteile vor Feuchtigkeit in der Luft schützen. Zwingend notwendig ist in so einem Haus dann auch der Einbau einer Belüftungsanlage. Darauf möchte die Bauherrin aber auf jeden Fall verzichten. Sie setzt auf Natürlichkeit – auch beim Hausbau. Sie erzählte, dass sie schon lange keine Plastiktüten mehr beim Lebensmitteleinkauf nutzt und auch darauf achtet, wie die Ware verpackt ist. Selbstverständlich möchte sie dann auch ihre eigene Verpackung, also ihr Haus, aus natürlichen Rohstoffen errichtet wissen. Auch sie zog den Vergleich der dampfdiffussionsoffenen Bauweise mit einem Kleidungsstück, das aus dem Material Goretex besteht – das kennt inzwischen jeder: atmungsaktiv, aber trotzdem dicht. 

Ich stimmte ihr zu, denn ein ISOWOODHAUS benötigt nicht zwingend eine Lüftungsanlage. Aufgrund der dampfdiffusionsoffenen Bauweise besteht auch ohne Lüftungsanlage keine Gefahr von Schimmelbildung. Das bedeutet, dass die Außenwand Feuchtigkeit aufnehmen, zwischenspeichern und wieder nach außen abgeben kann. So entsteht ein angenehmes Raumklima mit ausgeglichener Luftfeuchtigkeit. Und sollte einmal der Fall auftreten, dass Feuchtigkeit/Wasser austritt (z. B. durch einen Wasserschaden), trocknet die mit ISOWOOD gedämmte Wandkonstruktion wieder aus.

Weitere Informationen hierzu gibt es auf der Internetseite von www.isowoodhaus.de